Unsere Leistungen im Überblick

Augenheilkunde

Das Auge ist ein sehr kleines und überschaubares Organ. Dennoch stellt es für die meisten Menschen den entscheidenden Kontakt zur Außenwelt dar und ist mit der gut durchbluteten und für uns Augenärzte optisch beurteilbaren Netzhaut, die sogar als ausgestülpter Teil des Gehirns betrachtet werden kann, quasi der Spiegel unseres Körpers und unserer Gesundheit. So bietet die Augenheilkunde faszinierende Querverbindungen in viele andere medizinische Fachrichtungen wie die Neurologie und die Innere Medizin.

 

Einfach betrachtet entspricht das Auge einer Kamera, wobei der vordere Augenabschnitt mit Hornhaut und Linse die optisch wirksamen brechenden Medien enthält. Refraktionsanomalien , also von der Norm abweichende Brillenwerte, wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, regelmäßige Hornhautverkrümmung oder auch die sogenannte Altersweitsichtigkeit, die einer wahrnehmbaren Abnahme der Naheinstellungsreaktion der Augenlinse in der zweiten Lebenshälfte entspricht, können mit optischen Hilfsmitteln, wie Brillen, Kontaktlinsen oder operativ korrigiert werden.

 

Bei Erkrankungen des optischen Apparates, wie unregelmäßigen Hornhautverkrümmungen nach Verletzungen, Operationen oder erkrankungsbedingt (z.B. Keratokonus) oder gar Hornhautnarben bzw. -trübungen und Linsentrübungen (Grauer Star) helfen optische Korrekturen nur bedingt, da ein optisches Hindernis, wie eine Trübung, nicht mit einer zusätzlichen Optik ausgeglichen werden kann. Hier helfen oftmals nur operative Eingriffe. Wenn die Optik, wie zum Beispiel bei der Operation des Grauen Stars durch Einsetzen einer Kunstlinse, wieder vollständig aufgeklart werden kann, lässt sich dann meistens, ggf. mit Brillenkorrektur wieder eine sehr gute Sehschärfe erzielen, sofern keine weiteren Augenerkrankungen vorhanden sind.

 

Vor allem Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts (Netzhaut, Aderhaut, Sehnerv) können das Sehen unbehandelt stark und irreparabel beeinträchtigen, in schweren Fällen sogar bis zur Erblindung führen. Zu den bei Früherkennung gut vorbeugend behandelbaren Erkrankungen zählen hierbei der Grüne Star (Glaukom) als Erkrankung des Sehnerven mit dem Hauptrisikofaktor eines hohen Augeninnendrucks und die diabetische Retinopathie bei zuckerkranken Menschen.

 

 Auch Netzhautdegenerationen, das sind Vorstufen für oder bereits bestehende Risse oder Löcher in der Netzhaut, aus denen sich im schlimmsten Fall eine komplette Netzhautablösung entwickeln könnte, die wiederrum das Sehen ebenfalls irreparabel schädigen kann, können, frühzeitig erkannt, sehr gut mit einem therapeutischen Laser behandelt werden, ohne dass bleibende Beeinträchtigungen des Sehens resultieren. Wenn sich die Netzhaut im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens (Gelber Fleck oder Makula lutea) degenerativ verändert, kann dies neben der Altersabhängigen Makuladegeneration die Folge einer zentralen Lochbildung in der Netzhaut (Makulaforamen) oder einer Degeneration der Bindegewebe über der Netzhaut (epiretinale Gliose) sein.

 

Das Makulaforamen und die epiretinale Gliose können mittels Vitrektomie (Glaskörperentfernung) operativ versorgt werden, wobei man mit einer Stabilisierung der Sehschärfe auf dem vor der OP befindlichen Niveau rechnen darf und auch deutliche Besserungen häufig erreicht werden, aber nie garantiert werden können. Die Altersabhängige Makuladegeneration schädigt die Netzhaut von der Außenseite (Aderhaut und Retinales Pigmentepithel), indem die die Netzhaut versorgenden Strukturen nicht mehr ausreichend funktionieren und sich Schadstoffe (Drusen) anhäufen (trockene oder nichtexsudative Form) oder gar Blut und Flüssigkeit aus bestehenden oder neu gebildeten undichten Gefäßen ins Gewebe austreten (feuchte oder exsudative Form) und die Netzhautstruktur zerstören, woraufhin häufig eine Narbenbildung mit massiver nichtkorrigierbarer Sehverschlechterung resultiert.

 

Es hilft nur die prophylaktische Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln bei der trockenen Form und die konsequente frühzeitige und ggf. immer wiederkehrende Gabe eines wachstumsfaktorhemmenden Medikaments per Spritze in den Glaskörperraum des Auges. Im Fall des bereits eingetretenen nicht mehr behandelbaren Sehverlusts kann das verbliebene Sehvermögen mit optisch vergrößernden Sehhilfen (Lupen, Bildschirmlesegeräten, Vergrößerungssoftware für den PC) besser genutzt werden.

 

Eher selten sind Tumore im Auge, die von verschiedenen Strukturen ausgehen oder auch Metastasen anderer Primärtumore sein können.

 


Vor- und Nachsorge

Neben der postoperativen Nachsorge nach allen operativen Eingriffen am Auge inklusive Laserchirurgie und intravitrealen
Injektionen bei Altersabhängiger Makuladegeneration bieten wir alle Vorsorgeuntersuchungen für das Auge und das
Optische System an:

  • Amblyopie-Vorsorge im Vorschulalter
  • Glaukomvorsorge in mehreren Varianten: Augeninnendruckmessung, HRT/Papillen-OCT, Pachy, GF
  • Netzhaut-/Fundusvorsorge mittels Optomap/Makula-OCT
  • ausführliche Vorsorge vor Cataract-OP zur Vermeidung von perioperativen Komplikationen